Faltenreduktion mit Neuromodulatoren Neurotoxin Botulinumtoxin Typ A
Neuromodulatoren sind chemische Verbindungen, die die Vorgänge an den Synapsen beeinflussen. Sie können die Weitergabe von Nervenimpulsen, also die Informationsübertragung zwischen den Nervenzellen, beschleunigen oder aber auch hemmen. Zu den bekanntesten Neuromodulatoren zählt das Neurotoxin Botox.
Neuromodulatoren können vom Körper selbst produziert, aber auch in Form von Pharmaka von außen zugeführt werden, beispielsweise als Arzneimittel oder Droge. Zu den neuromodulatorischen Stoffen zählen Kotransmitter*, die vom Organismus selbst hergestellt werden. Diese erfüllen zahlreiche Funktionen im Bereich der neurologischen Regulation. Sie regulieren beispielsweise das Hunger- und Durstgefühl, den Schlaf- und Wachrhythmus sowie die Steuerung der inneren Organe. Neuromodulatoren, die von außen zugeführt werden, sind zum Beispiel Antidepressiva, Morphium, Anästhetika sowie Analgetika.
Zu den Neuromodulatoren zählt außerdem das Botulinumtoxin Typ A, vielen besser als Botox bekannt. Durch dieses Neurotoxin** können Mimikfalten, die durch die häufige Beanspruchung der mimischen Muskulatur entstehen, geglättet werden. Am häufigsten wird Botox bei Stirnfalten, Zornesfalten sowie Krähenfüßen eingesetzt. Der Wirkstoff wird bei der Behandlung gezielt in einzelne Muskelpartien injiziert. Durch diese Injektion werden Muskelkontraktionen reduziert und der Muskel entspannt. Das Ruhigstellen bestimmter mimischer Muskeln verlangsamt dabei den natürlichen Prozess der Hautalterung und glättet Fältchen. Der Effekt hält zwischen drei und sechs Monate an.
Neuromodulatoren in Form von Botox sind in flüssiger und in Pulverform erhältlich. Bei letzterem wird das Pulver in einem Fläschen geliefert, welches vom Arzt mit steriler Kochsalzlösung aufgelöst wird. Flüssige Neuromodulatoren kommen als fertige Injektionslösung und müssen vor Ort nicht mehr aufbereitet werden.
*Ein Kotransmitter ist ein Neurotransmitter (biochemischer Botenstoff, der Informationen zwischen Nervenzellen weitergibt), der an der Synapse einer Nervenzelle ausgeschüttet wird.
**Neurotoxine sind Nervengifte, also Stoffe, die Nervenzellen schädigen oder ihre Wirkung beeinträchtigen.
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