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Gefährlicher Trend: Brustvergrößerung zu Dumpingpreisen myBody® Beauty & People

Oberkörper einer Frau mit Skalpell am Dekolleté

07. Februar 2017 I myBody® Beauty & People

Schönheitsoperationen sind generell nicht günstig. Wenn das doch so ist, sollten die Alarmglocken läuten. Insbesondere die beliebteste aller Schönheits-OPs, die Brustvergrößerung, wird hierzulande oft unter der üblichen Preisklasse angeboten. Doch wo wird da gespart, wenn die Brust-OP oft mehr als die Hälfte günstiger ist und kann hier überhaupt die Qualität stimmen?

Die Gesamtkosten einer Brustvergrößerung ergeben sich aus verschiedenen Bestandteilen. Da sind zum einen die Kosten für den Materialeinsatz, d.h. die Kosten für das Brustimplantat. Der Preis für zwei qualitative Markenimplantate liegt bei über 1.000 Euro. Auch das Arzthonorar gehört zu den fixen Kosten einer Brustvergrößerung und ist in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) festgeschrieben. In der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie gibt es jedoch keinen eindeutigen gesetzlichen Gebührensatz, so dass das Honorar von Arzt zu Arzt stark schwanken kann. Zu den weiteren Fixkosten zählen die Kosten für OP-Miete und OP-Team. Ein vollständig ausgerüsteter Operationssaal mit neuester Technik und modernsten Geräten hat hohe Betreibungskosten. Was kann man dann von einem Anbieter halten, der mit Brustvergrößerungen für unter 2.500 Euro wirbt? Für die „Welt“ und das ZDF-Magazin „Frontal 21“ hat Reporterin Anette Dowideit verdeckt als Testpatientin recherchiert.

Gefahr Billigbusen - Geschäft mit der Schönheit

Das erlebte Anette Dowideit bei ihrem Testbesuch: Die Autorin vereinbarte einen Beratungstermin für eine Brustvergrößerung in einer Kölner Schönheitspraxis, die mit dem bekannten Billiganbieter „Deutscher Ärzteservice“ kooperiert. Der erste Eindruck der Praxis ist gut. Was dann folgt ist eher merkwürdig. Nicht der Arzt führt die körperlich notwendigen Untersuchungen an der Patientin durch, sondern seine Praxismitarbeiterin. Sie vermisst die vermeintliche Patientin und sucht ihr gleich das ihrer Meinung nach passende Implantat raus. Der Arzt ist während der Beratung nur wenige Minuten anwesend, nickt die Entscheidung seiner Sprechstundenhilfe ab und rattert schnell die möglichen OP-Risiken runter – Patient abgefertigt, Geschäft eingetütet.

Und Massenabfertigung ist hier das Stichwort. Anbieter, die zu Dumpingpreisen operieren haben keine Zeit für ihre Patienten und darunter leidet die Qualität. Um ertragreich zu arbeiten, werden Brustvergrößerungen im Akkord durchgeführt. Ein Arzt, den die Welt-Reporterin testweise besuchte, gibt an, jeden Tag „drei oder vier Brüste zu machen“. Für ausgiebige Beratungen und Untersuchungen, die notwendig sind um individuell auf den Körper der Frau einzugehen und die für sie beste Vorgehensweise und das ideale Implantat festzulegen, bleibt dann keine Zeit. Doch genau das kann gefährlich werden. Dr. Bernd Loos, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, erzählt der Reporterin, zu ihm kämen immer wieder Frauen, deren Brüste von Billiganbietern verpfuscht wurden. Quelle: WELT vom 7. Februar 2017 ; Frontal 21 vom 7. Februar 2017

Damit bei der Schönheits-OP nichts schiefgeht, sollte man sich neben vernünftigen Preisen auch an privaten Zertifizierungsverfahren orientieren.

Private Zertifizierer bieten Billig-OP Anbietern keine Plattform

Was unabhängige Zertifizierungsstellen leisten:

Im Bereich der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie prüfen sie Ärzte und Schönheitskliniken hinsichtlich medizinischer Standards sowie servicebezogener Leistungen. Wer fest definierten Anforderungen und Qualitätskriterien nicht gerecht wird, erhält keine Zertifizierung und damit auch keine Plattform als seriöser Leistungsanbieter. So können Billig-Anbieter aufgrund mangelnder Kompetenzmerkmale erfahrungsgemäß aussortiert werden. Auch myBody® als Informationsportal für Ästhetische Chirurgie und Gesundheit legt großen Wert auf Aufklärung und Transparenz bei der Arzt- und Klinikwahl und warnt mitunter vor billigen Lockangeboten, die in der Regel ein Warnsignal für minderwertige Qualität sind.

Das myBody® Qualitätssiegel:

Um Patienten und Interessenten als medizinische Laien bei der Suche nach dem richtigen Arzt auf dem stetig wachsenden Schönheitsmarkt nicht allein zu lassen, hat myBody® ein Qualitätssiegel installiert. Fachärzte und medizinische Einrichtungen, die sich zertifizieren lassen, werden umfassend geprüft. Für eine Auszeichnung mit dem myBody® Qualitätssiegel müssen sie die strengen Standards des Kriterienkatalogs erfüllen, der sowohl medizinische Anforderungen umfasst als auch die Bereiche Service und Information abdeckt. So haben alle Siegelträger nachweislich ihren Schwerpunkt auf dem Gebiet der Ästhetischen Medizin und eine qualifizierte Facharztausbildung, sie bilden sich regelmäßig fort und sind Mitglied mindestens eines renommierten Fachverbandes wie der DGPRÄC (Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie) oder der GÄCD (Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland). Die Mitgliedschaft ist ein signifikantes Qualitätsmerkmal, da sie mit strengen Aufnahmekriterien und Anforderungen verknüpft ist. Ein ausgezeichneter Kundenservice sowie eine offene Kommunikation und transparente Informationen sind außerdem Teil des Qualitätsversprechens, das jeder Siegelträger verbindlich abgibt.

Qualitätssiegel Ästhetisch-Plastische Chirurgie

Das myBody® Qualitätssiegel Ästhetisch-Plastische Chirurgie kennzeichnet qualifizierte und service-orientierte Anbieter und dient so Patienten als Wegweiser auf dem stetig wachsenden Schönheitsmarkt.

myBody® Qualitätssiegel Ästhetisch-Plastische Chirurgie

Brustvergrößerung in Deutschland: Dieser Preis ist seriös

Das der finanzielle Aspekt bei der Entscheidung zu einer Schönheits-OP für Patienten oft nicht unerheblich ist, zeigt das Ergebnis einer Umfrage: Mit 33 Prozent sind die „Kosten des Eingriffs“ die meist gegebene Antwort der 586 Teilnehmer auf die Frage „Was spielt für Sie eine Rolle bei der Entscheidung für eine Schönheits-OP?“. Zur Umfrage: Schönheits-OP-Kosten sind für Patienten erheblich

Umso wichtiger ist es, Interessenten über die Hintergründe von Dumpingpreisen und Lockangeboten aufzuklären.

Damit Patienten die Kosten für ihre Wunschbehandlung einkalkulieren können, sollten sie sich im Vorfeld über realistische Kostenrahmen informieren und erkundigen können. Zur Orientierung, was Schönheits-OPs mit hochwertigen medizinischen Produkten bei qualifizierten Fachärzten realistisch kosten, gibt myBody alle 6 Monate einen Preisindex heraus. Der sogenannte myBody® GeKIS (GesamtkostenIndexSchönheitsoperationen) basiert auf echten Preisen von durchgeführten OPs. So kostet beispielsweise eine Brustvergrößerung Anfang 2017 durchschnittlich 5.680 Euro. Aktueller GeKIS

Diagramm Preisentwicklung Brustvergrößerung in Deutschland
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Der myBody® Klinikfinder - Zertifizierte Ärzte und Kliniken

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