myBody.de - Informationsportal rund um Schönheitsoperationen, Augenkorrektur, Zahnmedizin und Komfortmedizin

Brustvergrösserung Mit Eigenfett

Stammzellen ersetzen traditionelle Fetttransfer-Verfahren

Neben Implantaten seit den 60er Jahren wurde zur ästhetischen Brustvergrößerung in den 70ern körpereigenes Fett verwendet. Da die so genannte Eigenfett-Methode anfangs wenig ausgereift war, kam es zu einer Vielzahl unerwünschter Nebenwirkungen wie Knotenbildungen in der Brust und Verkalkungen des abgestorbenen Fettgewebes. Als jedoch in den 90er Jahren Forschungen ergaben, dass das Fettgewebe enorme Mengen an Stammzellen enthält, eröffneten sich neue Horizonte in der Behandlung der Brust mit Eigenfett.

Über Dr. Marian Ticlea

Dr. Marian Ticlea ist Chefarzt der T-Klinik in Köln. Mit über 19 Jahren Erfahrung arbeitet der Mediziner heute ausschließlich in der Schönheitschirurgie und gehört zu den anerkannten Spezialisten seiner Disziplin. Seitdem Stammzellen aus Eigenfett zur Brustvergrößerung zugelassen sind, bietet Dr. Ticlea dieses moderne, standardisierte Verfahren in Köln an.

mybody: Vorerst blieb die Brustvergrößerung mit Eigenfett jedoch weiter stark in Verruf. Was war der Grund dafür, Herr Dr. Ticlea?

Dr. Ticlea: Der Hauptgrund war, dass die Verfahren der 90er Jahre zunächst eher zufällig als wissenschaftlich waren. Fetttransfer war damals ähnlich wie „kochen“ – jeder Arzt schwor auf sein eigenes „Rezept“. Obwohl das Verfahren im Prinzip funktionierte, waren die Ergebnisse zufällig und nicht genau vorherbestimmbar. Es gab beispielsweise keinerlei Standards dafür, wo und wie das Fett entnommen, ob es zentrifugiert werden sollte oder welche Größe die Fettpartikel haben müssten. Dadurch war es kein Wunder, dass die Verwendung von Eigenfettgewebe für die Brustvergrößerung ein schlechtes Ansehen bekommen hat. Von Plastischen Chirurgen wurde diese Methode sogar als Kunstfehler angesehen.

mybody: Seitdem hat sich aber einiges getan. Mittlerweile sind die Ergebnisse bestimmbar geworden und die Methode erfährt eine positive Renaissance. Wem ist dieser Erfolg zu verdanken?

Dr. Ticlea: Zum Großteil der US-amerikanischen Firma Cytori Therapeutics aus San Diego. Cytori ist es nach langjähriger Forschung und enormen finanziellen Investitionen gelungen, aus dem puren Stammzellenkonzentrat und anderem, besonders präpariertem Fett, eine Lösung zu erstellen, die die Sicherheit gibt, auf die man gewartet hat: Wo immer sie am Körper eingespritzt wird, bildet die Stammzellen-Lösung neue Blutgefäße und wächst 100-prozentig an. Der Chirurg kann dadurch einerseits ganz gezielt und vor allem zuverlässig modellieren, andererseits ist die Brustvergrößerung mit stammzellangereichertem Eigenfett von Dauer und benötigt keine erneuten Eingriff, wie es häufig bei Implantaten der Fall ist.

mybody: Stimmt es, dass Stammzellen krebserregend sein können?

Dr. Ticlea: Für solche Befürchtungen gab es zu keinem Zeitpunkt wissenschaftliche Belege. Eher das Gegenteil ist der Fall: Zwei anerkannte wissenschaftliche Studien belegen, dass die gewonnenen Stammzellen nicht Krebs erregend sind und unbedenklich eingesetzt werden können. Aus diesem Grund erhielt das Verfahren der Firma Cytori auch die Zulassung der Europäischen Gesundheitsbehörde.

"Da die Brustvergrößerung mit Eigenfett zu den minimal invasiven Verfahren gehört, fallen Vollnarkose sowie lange Ausfallzeiten weg."

mybody: Wie funktioniert die Brustvergrößerung mittels stammzellangereichertem Eigenfett?

Dr. Ticlea: Zu Beginn der ambulant durchgeführten Behandlung findet eine Fettabsaugung nach einem genau definierten Verfahren statt. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass entsprechendes Fettgewebe zur Verfügung steht. Aus dem entnommenen Fett werden die Stammzellen isoliert und für die weitere Verwendung aufbereitet. Die Stammzellen-Lösung wird dann, ebenfalls nach einem genau definierten Verfahren und mit standardisierten Instrumenten, unter der Brustdrüse eingebracht, wo sie nach kurzer Zeit Blutgefäße bildet und fest in das bereits vorhandene Gewebe einwächst. Das ist übrigens auch neu: Die Stammzellenlösung wird nicht in die Brust eingebracht, wie es bei Implantaten das Vorgehen ist, sondern in einen von Natur aus bereits vorhandenen Hohlraum hinter der Brustdrüse.

mybody: Welche Vorteile sehen Sie bei einer Brustvergrößerung mit Eigenfett gegenüber dem Volumenaufbau mit Implantaten?

mybody: Für wen ist diese Form der Brustvergrößerung am besten geeignet?

Dr. Ticlea: Am besten natürlich erst einmal für Frauen, die über ein gewisses Maß an Fettgewebe verfügen. Ist das der Fall, eignet sich die Brustvergrößerung mit Eigenfett vorzugsweise für Frauen mit kleinen Brüsten, leicht hängenden Brüsten, asymmetrischen Brüsten oder auch mit einer partiellen Mastektomie (Brustamputation).

Dr. Ticlea: Zu erst einmal gibt es viele Frauen, die natürliches Material in ihrem Körper einem Fremdkörper wie den künstlichen Implantaten vorziehen. Da die Brustvergrößerung mit Eigenfett zu den minimal invasiven Verfahren gehört, fallen zudem die oft gefürchtete Vollnarkose sowie lange Ausfallzeiten mit stationärem Klinikaufenthalt weg. Ebenso entfällt bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett die Notwendigkeit eines erneuten Eingriffs, um die Implantate zu wechseln. Von großem ästhetischen Vorteil zeigt sich auch, dass bei der Injektion der Stammfettzellen keinerlei Narben verursacht werden. Die Brustvergrößerung mit Eigenfett ist aber auch mit Implantaten kombinierbar. Dies empfiehlt sich insbesondere für Frauen, die nur noch wenig Brustgewebe haben, so dass Eigenfett als Unterfütterung und Schutz des Brustimplantats notwendig wird.

mybody: Dr. Ticlea, herzlichen Dank für das aufschlussreiche Gespräch!

KLINIKFINDER
Hier finden Sie qualifizierte Ärzte an aktuell 211 Standorten.

Ihre PLZ wurde nicht gefunden. Meinten Sie vielleicht ...

SPEZIALISTEN FÜR Brustvergrößerung

Nürnberg

Dr. med. Stephan Pfefferkorn
ab 5.200 €
Details & Kontakt

Mannheim

Dr. med. Tilman Ferbert
ab 2.000 €
Details & Kontakt
myBody als App für Ihr Smartphone: Alle Ärzte und Kliniken, alle Preise, interaktive Checkliste, ...
mehr
KLINIKFINDER
Hier finden Sie qualifizierte Ärzte an aktuell 211 Standorten.

Ihre PLZ wurde nicht gefunden. Meinten Sie vielleicht ...



Wir finden für Sie Spezialisten für Ihre Wunschbehandlung