Mehr Sicherheit für die Schönheit Die ästhetisch-plastische Chirurgie in der 2. Welle der Coronapandemie

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Covid-19 stellt die plastische und ästhetische Chirurgie vor neue Herausforderungen: Die erhöhten Schutzmaßnahmen sorgen für einen logistischen Mehraufwand auf Seiten der Fachärzte1. Auf der anderen Seite nutzen die Deutschen vermehrt die Zeiten von Homeoffice und Reisebeschränkungen für ihre Selbstoptimierung2.

Wie die neusten Entwicklungen konkret aussehen, erklärt Professor Dr. med. von Heimburg, Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie in Frankfurt und Präsident der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC). Im Interview klärt er außerdem die Fragen, mit welchen sich Patienten während der zweiten Welle der Pandemie konfrontiert sehen.

"Wir raten derzeit von keinem Eingriff ab. Die Gefahr, sich bei einer ästhetischen Operation mit Corona zu infizieren, ist nach derzeitigen Erfahrungen sehr gering."

Prof. Dennis von Heimburg

Laut einigen Experten befindet sich Deutschland am Anfang einer 2. Welle bei Covid-19. Macht sich diese Entwicklung auch in Ihren Patientenzahlen bemerkbar oder ist die Selbstoptimierung nach wie vor ein Thema in der Gesellschaft?

Prof. Dr. med. von Heimburg: Selbstverständlich sind den Patienten die aktuellen Covid-19-Zahlen und deren Entwicklung bewusst. Die Patienten sind allerdings nicht mehr so ängstlich, wie es noch im Frühjahr zum Lockdown der Fall war. Sie wissen vermehrt, was sie vielleicht infizieren kann und was nicht. Das heißt, sie scheuen sich nicht davor zum Arzt zu gehen. Wir haben interessanterweise in der ästhetischen-plastischen Chirurgie deutlich höhere Zahlen als noch im Vorjahreszeitraum. Selbstoptimierung klingt für mich ein wenig negativ. Für manche Patienten mag eine Optimierung eine Rolle spielen, die sich ähnlich einem Filter einer App verhält, so wie ich mein Selfie optimiere. Die meisten Patienten haben aber eine sehr realistische Vorstellung von der Verbesserung ihres Aussehens. Meist sind das die Verjüngung von ein oder mehreren Regionen, wie z.B. Gesicht oder Hals. Das ist das Hauptklientel, was wir bedienen und da sehen wir keinen deutlichen Rückgang, eher einen Zuwachs.

Woran erkennen Patienten eine gute Einrichtung?

Prof. Dr. med. von Heimburg: Diese Frage wird uns häufig gestellt und ich habe mich damit bei vielen Gelegenheiten auseinandergesetzt. Vielleicht ist es leichter, eine schlechte Einrichtung zu erkennen als eine gute. Nach meiner Überzeugung machen gute Einrichtungen nicht mit aggressiver Werbung auf sich aufmerksam, sondern eher durch eine hohe Reputation und Empfehlungen durch behandelte Patienten und andere Kollegen. Der Arzt oder die Ärzte der Einrichtung sollten Fachärzte sein und sich überwiegend mit ästhetischer Chirurgie beschäftigen. Hiervon zeugen auch Mitgliedschaften in namhaften Gesellschaften, z.B. der VDÄPC und der ISAPS. Setzt sich der entsprechende Arzt mit seinen Resultaten mit anderen Ärzten auseinander, bildet er sich regelmäßig weiter etc. Natürlich sollte eine Einrichtung einen modernen und einen hygienisch einwandfreien Eindruck vermitteln. Auch sollte der Arzt speziellen Fragen nach seiner Berufserfahrung, nach Erfahrung mit der speziell nachgefragten Behandlung, nach Komplikationen usw. nicht aus dem Weg gehen, sondern offen und ehrlich antworten. Ein seriöser Behandlungsvorschlag und ein transparenter Kostenvoranschlag ist ein Muss. Zudem sollte nicht zu einem Eingriff gedrängt, sondern eine Wartezeit ermöglicht werden. Möglicherweise wird sogar zu einer Zweitmeinung geraten. Auch das ist ein gutes Zeichen. Was Covid-19 angeht, so muss der Patient das Gefühl haben, dass die behördlichen Hygienevorschriften in der Praxis ernstgenommen werden. Ist keine Händedesinfektion möglich und laufen in der Praxis Menschen ohne Mund-Nasen-Schutz herum, herrscht womöglich kein hygienisch einwandfreier Zustand. Dann würde ich sagen, ist es in dieser Praxis unsicherer als in einer anderen.

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Welche Art von ästhetischen Eingriffen können Patienten weiterhin durchführen lassen, mit welchen sollten Patienten während der Pandemie noch warten? Gibt es Risikoeingriffe, von denen Sie Patienten momentan abraten würden?

Prof. Dr. med. von Heimburg: Wir raten derzeit von keinem Eingriff ab. Die Gefahr, sich bei einer ästhetischen Operation mit dem Corona-Virus zu infizieren, ist nach derzeitigen Erfahrungen sehr gering. Wir halten die Hygienestandards ein, bei denen es vor allem darum geht, die Übertragung von Aerosolen zu vermeiden und in engen Räumen ausreichend zu lüften. Bei Eingriffen im Gesicht und Eingriffen, bei denen Aerosole entstehen, tragen die Operateure FFP-2 Masken und Schutzbrillen. Bei Intubationen durch die Narkoseärzte gilt dies ebenfalls. Kleinere ästhetische Korrekturen, wie z.B. Faltenbehandlungen, sind meines Erachtens nicht gefährlicher als ein Besuch beim Friseur oder im Kosmetikstudio.

Müssen sich Patienten vor einer Operation negativ auf Covid-19 testen lassen?

Prof. Dr. med. von Heimburg: Wenn ja, wie viele Tage vor dem Eingriff muss der Test erfolgt sein? Eine wichtige Frage: Mit zunehmender Verfügbarkeit von PCR-Tests sind negative Tests bei Operationen im Krankenhaus meist eine Grundvoraussetzung für die Behandlung. Gefordert wird eine Probenentnahme, das sogenannte Abstreichen, maximal 48 Stunden vor dem Eingriff. Gelegentlich werden auch 72 Stunden anerkannt, wenn es definitiv nicht anders machbar ist. Danach müssen sich die Patienten in eine Art Quarantäne begeben, so dass eine Ansteckung zwischen Probenentnahme und Behandlung ausgeschlossen werden kann. Dies muss der Patient mit Unterschrift bestätigen. Mit zunehmender Erfahrung werden wir hier sicherlich noch präzisere Vorgehensweisen definieren. Der Sinn der Testung liegt auch darin, dass Covid-19 nicht in die Krankenhäuser verschleppt wird und sich andere Patienten und Mitarbeiter infizieren.

Gibt es weitere Fragen oder Vorbereitungen, die Patienten im Vorfeld mit dem behandelnden Arzt abklären sollten?

Prof. Dr. med. von Heimburg: Die üblichen Fragen betreffen heute u.a., ob die Patienten aktuell oder kurz zuvor Fieber, Husten, Atemnot, Geruchs- oder Geschmacksstörungen, Halsschmerzen, Gliederschmerzen oder vorübergehenden Durchfall hatten. Es wird auch gefragt, ob sie in Kontakt mit Risikopersonen standen oder in Risikogebiete gereist sind. Die Patienten sollten – und das ist eben auch als Vorbereitung zu sehen – zu jeder Zeit einen Mund-Nasen-Schutz tragen und die entsprechende Händehygiene durchführen. Weitere spezielle Vorbereitungen, die über die in normalen Zeiten hinausgehen, müssen Patienten derzeit nicht treffen.

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Dürfen Patienten während klinischer Aufenthalte Besuch empfangen? Dürfen sie bei ambulanten Eingriffen von einer Person begleitet werden?

Prof. Dr. von Heimburg: Die Besuchsmöglichkeiten sind teilweise zwar gelockert worden, allerdings gilt fast überall nach wie vor ein Besuchsverbot. In den meisten Kliniken ist der Einlass für Nichtpatienten lediglich zu Besuchszwecken nicht erlaubt, bzw. nur bei ausdrücklicher Begründung durch den Arzt, der den zu besuchenden Patienten behandelt. Meistens ist das bei Besuchen von Minderjährigen der Fall oder wenn der Patient eine besondere Begleitung braucht. Ich denke, das ist auch ein sehr sinnvolles Verbot, um die Menge an Menschen in den Räumlichkeiten nicht zu groß werden zu lassen und um gegebenenfalls die Ketten gut nachverfolgen zu können. Bei ästhetischen Operationen ist oftmals nur ein kurzer klinischer Aufenthalt nötig, was einen Besuch aus meiner Sicht nicht unbedingt erforderlich macht. Wir müssen hier immer das Große und Ganze sehen, die Infektionszahlen müssen wir mit allen Mitteln niedrig halten. Im ambulanten Bereich sind in der Regel die Praxisinhaber oder auch die Privatklinik-Betreiber verantwortlich. Da wird es etwas weniger strikt gehandhabt. Was auch nachvollziehbar ist, denn hier sind die zusammentreffenden Personenzahlen deutlich geringer und die Patientenwege lassen sich in der Regel gut trennen. Trotzdem sollte auch hier die Zahl der Begleitpersonen auf das Nötigste beschränkt bleiben. Bei einer ästhetischen Beratung ist eine zusätzliche Vertrauensperson durchaus o.k.

Gibt es für Patienten ein erhöhtes Ansteckungsrisiko während ästhetisch operativen Eingriffen, wie z.B. einer Brustoperation?

Prof. Dr. von Heimburg: Ein klares Nein. Im Krankenhaus ist die Wahrscheinlichkeit, eine Infektion durch Covid-19 zu erleiden, sehr gering. Die Zugangswege werden kontrolliert, es wird sogar am Eingang der meisten Häuser die Temperatur gemessen. Die Patienten tragen in der Regel bis zur Intubation einen Mund-Nasen-Schutz. Das betreuende Pflegepersonal und die Ärzte haben diesen ebenfalls permanent auf und lassen sich darüber hinaus regelmäßig testen.

Wie können auch im Falle eines stationären Aufenthaltes nach der OP die behördlichen Vorschriften eingehalten und damit die Patienten geschützt werden?

Prof. Dr. von Heimburg: Auch in diesem Fall gilt, dass sich die Patienten und das gesamte Personal im stationären Bereich an die behördlichen Vorschriften halten und stets einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Zudem müssen die Patienten einen aktuellen PCR-Test vorweisen. Besucher sind in der Regel nicht zugelassen. Die Zimmer werden häufiger als früher gelüftet und die Händehygiene wird peinlichst genau durchgeführt. Es stehen überall Geräte zur Desinfektion oder Händedesinfektion. In den Aufzügen ist nur eine gewisse Anzahl an Personen zugelassen. Und je nach Kapazität werden z.B. die Zimmer nicht voll belegt. Wir haben klare Trennung der Zuwege und Abwege. Überall hängen Hinweisschilder. Aus meiner Sicht ist das alles recht gut organisiert.

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Wie können auch in Zukunft Patienten mit Vorerkrankungen ärztlichen Rat erhalten?

Prof. Dr. med. von Heimburg: Die meisten Kollegen ermöglichen heute die Online-Beratung, früher wurde es Telemedizin genannt. Hierbei bedienen wir uns einerseits einfacher Methoden, wie dem Telefon, aber auch immer häufiger der Videotechnik. Wir können z.B. an uns vorab gesendete Bilder analysieren und in einem anschließenden Videotelefonat dem Patienten live spezielle Fragen stellen und ihn begutachten. Wir können sogar online mit virtuellen Techniken beraten und Operationen und mögliche Ergebnisse simulieren. Das alles kann natürlich keine Präsenzberatung ersetzen, aber bereits im Vorfeld selektieren. Interessierte und in Frage kommende Patienten können dann einen sicheren Beratungstermin vereinbaren. Wenn wir z.B. das Gefühl haben, es handelt sich um einen Risikopatienten, kann der Termin auch auf Zeiten außerhalb der normalen Sprechzeiten gelegt werden.

Covid-19 stellt nicht nur Patienten, sondern auch Fachärzte vor neue Herausforderungen. Wie können Patienten bei einem reibungslosen und zügigen Behandlungsablauf unterstützen?

Prof. Dr. med. von Heimburg: Ich habe das Gefühl, dass die meisten Patienten extrem gut vorbereitet in die Praxis kommen. Wir wünschen uns natürlich das Tragen des eigenen Mund-Nasen-Schutzes. Haben Patienten keinen dabei, wird ihnen bei Betreten der Einheit einer von uns ausgehändigt. Die Patienten sollten die ausgehängten Verhaltensregeln einhalten, wie z.B. möglichst keine weiteren Personen mitbringen, die Händedesinfektion bereits am Eingang der Einheit durchführen und beim Verlassen. Im Wartezimmer sollte wenig gesprochen werden. Das ist nicht immer der Fall. Laute Telefonate oder laute Unterhaltungen gilt es möglichst zu vermeiden. Ich denke, dass wir alle über diese Verhaltensregeln informiert sind und die meisten unserer Patienten diese auch verinnerlicht haben. Wir halten z.B. im Wartezimmer immer einen Platz frei zwischen den Wartenden. Ist die Personenanzahl in dem Raum zu hoch ist, müssen die Patienten draußen warten. Sie werden dann von uns angerufen, sobald wieder freie Plätze in der Praxis vorhanden sind. Aus meiner Sicht herrscht sehr viel Verständnis bei den Patienten, was früher und zu Beginn der Pandemie nicht immer der Fall war.

Wir bedanken uns bei Professor Dr. med. von Heimburg für das äußerst interessante Interview und die angenehme Zusammenarbeit.

Zusatzinfos

Diese Informationen werden Ihnen von Mentor Deutschland GmbH zur Verfügung gestellt. Besuchen Sie uns auf www.mentor-brustimplantate.de.

Quellennachweis:

1VDÄPC, „Auswirkungen der Coronakrise auf die Schönheitschirurgie“, 03.07.2020, www.vdaepc.de/pm-auswirkungen-der-coronakrise-auf-die-schoenheitschirurgie/ (letzter Abruf am 26.08.2020)

2Aerzteblatt.de, „Mehr Schönheitskorrekturen an Augenlidern“, 03.07.2020, www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/Sch%F6nheitschirurgie?s=&p=1&n=1&nid=114367 (letzter Abruf am 26.08.2020)

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