VDÄPC Trendcheck Brustimplantate: Arten und Formen
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VDÄPC Trendcheck

#10 Brustimplantate

Text: Anna-Lena Zechel, VDÄPC

Frauen, die sich für eine Brustvergrößerung mit Implantat interessieren, stehen bei der Beratung und Planung des Eingriffs vor verschiedenen Entscheidungen. Für die Umsetzung der persönlichen Vorstellungen und Wünsche ist nicht nur die Größe des Brustimplantats entscheidend, sondern auch die Basis, das heißt die Form, die Oberfläche, die Füllung und weitere Eigenschaften des Implantats beeinflussen das Endergebnis ebenfalls. Diese Vielfalt moderner Brustimplantate ermöglicht es, die Brustvergrößerung individuell auf jede Patientin abzustimmen, um ein ästhetisches und natürlich-harmonisches Erscheinungsbild zu erzielen. Welche Unterschiede gibt es bei Brustimplantaten? Und wie findet man das passende Implantat?

Welches Brustimplantat ist das richtige?

Die Brustvergrößerung gehört seit jeher zu den beliebtesten und damit auch häufigsten operativen Eingriffen in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie. Ziel der Behandlung ist es, einer als zu klein empfundenen Brust mehr Volumen zu geben. Dabei kann auch die Form der Brüste harmonisch angepasst werden. Außerdem können durch eine Brustvergrößerung angeborene oder erworbene Asymmetrien ausgeglichen werden.

Dabei gibt es nicht die eine perfekte Brust, die zu jeder Frau passt. Vielmehr geht es bei einer Brustvergrößerung darum, ein ausgewogenes Zusammenspiel aller Körperproportionen zu finden. Dabei spielen neben der Größe der Brustimplantate auch andere Faktoren eine wichtige Rolle. Doch wie genau unterscheiden sich die einzelnen Brustimplantate? Welche Formen und Typen stehen zur Auswahl?

Formen von Brustimplantaten: rund vs. tropfenförmig

Hinsichtlich der Form kann zwischen runden und tropfenförmigen Brustimplantaten unterschieden werden. Runde Brustimplantate haben eine zentrale Wölbung und vergrößern das Volumen der Brust gleichmäßig. Tropfenförmige (anatomische) Brustimplantate wurden speziell entwickelt, um der Brust ein anatomisch natürliches Aussehen zu verleihen. Sie sind daher der natürlichen Brustform nachempfunden und können eine runde oder ovale Basis haben. Tropfenförmige Implantate dienen vor allem der Vergrößerung der Brust im unteren Brustbereich.

Runde Implantate hatten lange Zeit den Ruf, künstlich zu wirken. Moderne Implantate können jedoch mit bestimmten Gelfüllungen ein sehr natürliches Ergebnis erzielen. Bei tropfenförmigen Implantaten hingegen konnte es vorkommen, dass sich das Implantat drehte und das Ergebnis veränderte. Auch dieses Risiko wurde bei modernen Brustimplantaten bereits reduziert.

„Ob im Einzelfall runde oder tropfenförmige Brustimplantate die bessere Wahl sind, hängt unter anderem vom individuellen Körperbau, den Gewebeeigenschaften der Brust, den Wünschen der Patientin und den Empfehlungen des Operateurs ab“, erklärt Prof. Dr. Hebebrand, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Präsident der VDÄPC.

Hülle und Füllung von Brustimplantaten

Die Hülle moderner Brustimplantate besteht in der Regel aus mehreren Silikonschichten, die für einen guten Halt und Stabilität sorgen. Eine spezielle Barriereschicht in den Implantaten trägt zudem dazu bei, bestimmte Risiken wie Kapselfibrose oder Implantatruptur weiter zu reduzieren.

Auch im Inneren der meisten verwendeten Implantate befindet sich Silikon in einer stark vernetzten Struktur. Dieses sogenannte kohäsive Silikongel gewährleistet, dass die Brüste weich und gleichzeitig formstabil bleiben. Das bedeutet, dass sich die Implantate natürlich anfühlen, aber nicht auslaufen können, selbst wenn die Hülle beschädigt ist. Man kann sich das wie bei einem Weingummi vorstellen, der sich leicht zusammendrücken lässt, aber seine Form wieder annimmt und sogar angeschnitten werden kann, ohne dass Flüssigkeit austritt.

Eine zweite Möglichkeit der Implantatfüllung ist Kochsalzlösung. Diese Implantate sind etwas weicher, werden aber in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie seltener verwendet als Silikonimplantate.

Welche Oberflächenstruktur gibt es bei Brustimplantaten?

Die Oberfläche von Brustimplantaten kann glatt oder texturiert sein. Leicht angeraute Implantate sollen eine bessere Verbindung mit dem Gewebe ermöglichen. Meist haben runde Implantate eine glatte Oberfläche und lassen sich leichter einsetzen, während anatomische Brustimplantate fein strukturiert sind, um ein Verrutschen oder Verdrehen zu verhindern.

Welchen Einfluss hat die Projektion auf das Aussehen der Brust?

Unter Projektion versteht man den Abstand zwischen der Basis des Brustimplantats und der Außenseite des Implantats. Sie beeinflusst also, wie weit die Brüste nach vorne stehen und wie voluminös sie im Profil sind. So stehen Implantate mit „hohem Profil“ im Verhältnis zum Brustkorb weiter vorne als Brustimplantate mit „mittlerem“ oder „niedrigem Profil“, die eine geringere Projektion aufweisen.

Auch die Projektion richtet sich in erster Linie nach dem individuellen Körperbau der Patientin. Ausschlaggebend sind unter anderem Schulterbreite und Brustumfang.

Die passenden Brustimplantate finden

Welche Brustimplantate geeignet sind, hängt von vielen individuellen Entscheidungen und Eigenschaften ab. Deshalb ist eine genaue Beratung und Planung bei einem Facharzt für ästhetische Brustchirurgie so wichtig. Anhand der individuellen Wünsche und Vorstellungen sowie einer sorgfältigen Untersuchung kann der Facharzt sehr gut einschätzen, welche Implantattypen infrage kommen.

Um den Patientinnen eine bessere Vorstellung von den Möglichkeiten einer Brustvergrößerung zu geben oder zu zeigen, wie sich die Brust mit welchen Implantaten verändert, stehen heute moderne 3D-Simulationen zur Verfügung. Diese Programme zeigen virtuell am eigenen Körpermodell, wie die Brust mit bestimmten Größen, Projektionen und Formen verschiedener Implantate aussieht. Außerdem ist es möglich, Probeimplantate in die Kleidung der Patientin einzusetzen, um ein Gefühl für die Implantate zu entwickeln.

Wichtig: In den letzten Jahren wurden sowohl die Techniken der Brustvergrößerung als auch die Brustimplantate ständig weiterentwickelt. Dabei wurden Faktoren wie Sicherheit, Haltbarkeit, Tragekomfort und Natürlichkeit berücksichtigt. Seriöse Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie verwenden ausschließlich zugelassene und geprüfte Brustimplantate, die den hohen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen entsprechen. „Damit die Brustvergrößerung zufriedenstellend und sicher verläuft, sollten sich Patientinnen unbedingt an einen speziell ausgebildeten Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie wenden, da dieser über die notwendige Qualifikation und Erfahrung für diesen komplexen Eingriff verfügt“, appelliert Prof. Dr. Hebebrand.

Weitere Informationen gibt es unter:

www.vdaepc.de

Logo der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC)

Die Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) ist die größte Fachgesellschaft Ästhetischer Chirurgen in Deutschland. Die Mitglieder der VDÄPC sind sowohl niedergelassene Ärzte als auch Klinikärzte auf dem Fachgebiet Plastische und Ästhetische Chirurgie. Qualitätssicherung und Patientensicherheit stehen bei der VDÄPC an erster Stelle. So bilden sich VDÄPC-Mitglieder über die Ausbildung zum Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie hinaus kontinuierlich weiter, um das fachliche Wissen und die praktischen Fertigkeiten auf einem konstant hohen und aktuellen Niveau zu halten.

www.vdaepc.de

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