Top 5 Botox-Mythen entlarvt
#mythox
Botulinumtoxin A stammt von einem Bakterium namens Clostridium botulinum. In großen Dosen ist das Nervengift tödlich, aber in der richtigen Menge wirkt es nicht toxisch und wurde von der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA für eine Vielzahl von ästhetischen und medizinischen Zwecken zugelassen.
Dennoch werden heute weiterhin Gruselgeschichten rund um Botox verbreitet, die sich hartnäckig halten. Wir sprechen Klartext zu den häufigsten Negativschlagzeilen des beliebten Faltenkillers und räumen Missverständnisse ein für alle Mal aus dem Weg!
1. Botox macht dumm
Das Gerücht hält sich wacker seit einer Studie, die zeigt, dass Frauen nach einer Botoxbehandlung länger brauchten, um den Sinn einer emotionalen Aussage zu verstehen. Das liegt aber nicht daran, dass das Gehirn nicht mehr richtig funktioniert, sondern dass Gefühle mimisch nicht bzw. nur schwer nachgestellt werden können.
2. Botox kann blind machen
Völliger Quatsch! Botox hat keinen Einfluss auf die Sehkraft und auch das Auftreten einer Erblindung ist nicht bekannt. Bei einem unerfahrenen Anwender steigt allerdings das Risiko, dass Botox in die falschen Muskelgruppen injiziert wird; was zu einem Hängelid und zu einer vorübergehenden Einschränkung des Sehvermögens führen kann.
3. Botox macht süchtig
An diesen Mythos glauben hoffentlich nicht viele, aber sicher ist sicher: Nein, Botox macht nicht süchtig. Botox ist weder eine Droge, noch hat es Abhängigkeitspotential. Regelmäßige Botoxbehandlungen sind aber notwendig, da Botox vom Körper abgebaut wird und der faltenglättende Effekt verschwinden würde.
4. Botox schädigt das Gehirn
Der beliebteste Injektionsort für Botox ist die Stirn. Da die sich in der Nähe des Gehirns befindet, kam das Gerücht auf, Botox wandere angeblich durch den Körper in das Gehirn und verursache dort irreparable Schäden – eine Annahme, die sich bei sachlich wissenschaftlicher Betrachtung als nicht haltbar darstellt.
5. Botox macht asozial
Falten weg, Gefühle weg? Eine Anwendung von Botox soll angeblich nicht nur die Gesichtsmuskeln, sondern auch das Mitgefühl lähmen und ein Beziehungsgift sein. Auch wenn Studien zeigen, dass Botox-Patienten die Interpretationskraft bei feiner Mimik oft fehlt, macht Botox bestimmt nicht asozial – ein wenig unsensibel vielleicht schon.
Dieser Artikel ist in mabelle 4/21 erschienen
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