Fadenlifting - Fäden, Effekte, Techniken - mabelle
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Happy-Lift, Quick-Lift, 3D-Meso-Lift, Princess-Lift – viele schöne Worte für ein und dieselbe Behandlung: Das Fadenlifting

Hinter den Begriffen stecken Lifting-Varianten, die sich in Beschaffenheit und Material der Fäden und in der Art der Verankerung im Gewebe unterscheiden. Je nach Stadium der Hautalterung, gewünschtem Effekt und Haltbarkeit eignen sich bestimmte Fäden und Lifting-Methoden besser als andere. Welches Fadenlifting ist das Richtige für mich? Hier sind die wichtigsten Infos, Merkmale und zu erwartenden Effekte ...

Frau mit Fäden unter den Augen und um die Hände gewickelt
Profil einer Frau mit rotem Faden im Gesicht

Softer Lifting-Effekt

Der Makel: leichte Knitterfältchen an den Augen
Das Ziel: generelle Verbesserung der Oberflächenstruktur

Basis-Fäden aus Polydioxanon (PDO), einem erprobten chirurgischen Nahtmaterial, werden beispielsweise beim 3D-Meso-Lift eingesetzt. Dabei steht nicht die mechanische Anhebung der Gesichtshaut im Vordergrund, die aus der Spannung der Fäden unter der Haut resultiert. Vielmehr ist der Abbau der Fäden, welcher unmittelbar einsetzt und nach drei bis sechs Monaten rückstandslos abgeschlossen ist, das Geheimnis und die Krux hinter dem Verjüngungseffekt. Der Körper verfährt dabei wie bei jedem anderen eingedrungenen Fremdstoff auch: Er umschließt ihn mit Bindegewebe. Dafür wird mehr Kollagen, das strukturgebende Protein, produziert und die Haut wirkt durch diesen Volumengewinn praller und gesünder – leichte Fältchen verschwinden.

PDO-Fäden kommen auch beim Princess Lift zum Einsatz. Sie sind spiralförmig gedreht und die winzigen Widerhaken an den Enden verankern sich im Gewebe und sorgen so für eine stabilisierende Wirkung.

Aufpolsterndes Lifting

Der Makel: abgesunkene Augenbrauen, einfallende Wangenpartie
Das Ziel: Volumenaufbau und mehr Kontur

Die gängigste Alternative zu PDO sind Fäden aus Polymilchsäure. Das eingebrachte Material wird erst innerhalb von 18 bis 24 Monaten vollständig abgebaut. Kegel aus L-Laktid-Säure und Glycol-Copolymer die am Faden angebracht werden können, bieten zusätzliche Fixierungspunkte im Gewebe. Durch die größere Oberfläche nimmt der Organismus die Fäden stärker als Fremdkörper wahr und reagiert schnell mit noch mehr Kollagen.

Fäden aus einer Kunststoff-Kombination werden beispielsweise beim sogenannten Happy-Lift verwendet. Sie bestehen neben Polymilchsäure aus Polycaprolacton, einem biologisch abbaubaren, nicht-allergenen Kunststoff. Mittels Widerhaken wird eine Zugwirkung erreicht, die schwache Gesichtspartien in Richtung der stabilen Befestigungsstelle an Stirn oder Schläfen anhebt. Der Lifting-Effekt, der aus der Spannung der Fäden im Gewebe erfolgt, verfliegt sobald sich der Faden zersetzt hat. Danach setzt der Verjüngungs- und Regenerationseffekt durch den Aufbau von Bindegewebe ein.

Eine Technik, die sich besonders zur Konturierung der Wangenpartie eignet ist der "floating thread". Drei bis vier Fäden werden mit einer Nadel in die Wange eingebracht. Der Faden "schwimmt" nun erstmal im Gewebe und wird durch Ziehen an den aus der Haut herausstehenden Fadenenden mit Haken in der Haut verankert. Nach ein paar Tagen hat sich die Befestigung im Gewebe stabilisiert und die noch sichtbaren und bisher nur mit einem Pflaster fixierten Fadenenden können versenkt werden.

Roter Faden an Nadel

Deutliche Straffung und sofortige Resultate

Der Makel: abfallende Mundwinkel, Marionettenfalten, hängende Kieferpartie
Das Ziel: Falten ausbügeln und Haut sichtbar anheben

Bei deutlichen Falten und Elastizitätsverlust kann die Wahl der Technik entscheidend für die Intensität des Resultats sein. Sehr gute Effekte im Rahmen eines Fadenliftings können mittels eines sogenannten Ankerlifts erreicht werden. Dabei wird der Faden nicht nur an den Enden, sondern noch an einer zusätzlichen Stelle im festen Gewebe, zum Beispiel an der Knochenhaut, verankert. Dadurch kann ein größerer und „stabilerer“ Lifting-Effekt erreicht werden.

Fadenlifting bei starken Alterungserscheinungen und Hautüberschuss?

Der Makel: stark eingefallene und hängende Gesichtspartien
Das Ziel: umfassende Straffung und Entfernung von überschüssiger Haut

Wenn die Haut bereits sehr stark erschlafft ist und die betroffenen Partien nicht nur angehoben, sondern überschüssige Haut entfernt werden muss, kommt jede Fadenlifting-Variante an seine Grenzen. In diesem Fall ist ein operatives Facelift die bessere Wahl, um zufriedenstellende und langfristige Ergebnisse zu erzielen.

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