Fettabsaugen – Alles zur Liposuktion auf myBody.de - Fett absaugen in der Übersicht
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Fettabsaugen

Von einer straffen und attraktiven Figur ohne störende Fettpölsterchen träumen viele Frauen. Doch häufig lassen sich die Fettdepots durch Ernährung und Sport allein nicht in den Griff bekommen. An dieser Stelle setzt das Fettabsaugen an, indem es vorhandenes Fettgewebe inklusive der Stammzellen dauerhaft entfernt.

Fettabsaugen - Kosten, Methoden, Risiken
Fettabsaugen auf einen Blick
Behandlung Fettabsaugen

Kosten:

1.800 - 5.500 Euro
(Quelle: myBody Klinikfinder)

OPs in Deutschland:

63.694 gesamt
(Quelle: ISAPS 2018)

Verteilung:

  • 85% der Patienten sind weiblich
  • 15% der Patienten sind männlich

Dauer der OP:

1-3 Stunden

Menge an abzusaugendem Fett:

3-5 Liter

Klinikaufenthalt:

Je nach Ausmaß der OP ambulant oder 1-2 Tage stationär

Intensivität:

  • Operativer Eingriff
  • unter örtlicher Betäubung, seltener unter Vollnarkose

Fit nach:

  • Duschen nach 48 Stunden
  • Arbeitsfähig je nach Ausmaß der OP nach 1-5 Tagen
  • Kompressionsmieder für 4 Wochen
  • Sport nach 6 Wochen

Ergebnis sichtbar nach:

  • erste Ergebnisse nach 2 Tagen
  • endgültiges Resultat nach ca. 4 Monaten

Ärzte und Kliniken:

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Fettabsaugen: Was muss ich wissen?

Das Fettabsaugen, auch Liposuktion genannt, bezeichnet einen chirurgischen Eingriff, bei dem überschüssiges Fettgewebe durch Absaugen entfernt wird. Fett absaugen dient vor allem der Modellierung einzelner Problemzonen an Bauch, Beinen, Reiterhosen, Hüften, Po, Armen und im Bereich des Gesichts. Die Liposuktion zählt dabei zu den am häufigsten durchgeführten Schönheitsoperationen in Deutschland. 5,5 Prozent aller ästhetisch-plastischen Eingriffe wurden 2019 hierzulande in diesem Bereich vorgenommen. Das geht aus einer veröffentlichten Patientenbefragung der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC)[1] hervor. 2018 waren es, laut der International Society of Aesthetic Plastic Surgery (ISAPS)[2], rund 64.000 Eingriffe.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich Fett absaugen zu lassen, sollte wissen, dass Fettabsaugen keine Diät ersetzt, nicht der Gewichtsreduktion dient und nicht bei Übergewicht geeignet ist. Die Fettmenge, die während des Fettabsaugens entfernt werden kann, ist begrenzt – meist sind nur 3 - 5 Liter möglich. Die maximale Menge ist unter anderem von der Größe des Körperareals abhängig und ob eine oder gleich mehrere „Problemzonen“ in einer Sitzung abgesaugt werden.

Fettabsaugen ist dann sinnvoll, wenn sich Fettpolster, trotz Sport und gesunder Ernährung, hartnäckig halten oder sich aufgrund einer Störung der Fettverteilung nicht beseitigen lassen. Die Ursachen für eine gestörte Fettverteilung können ganz unterschiedlich sein: Beispielsweise können Veränderungen im Hormonspiegel oder im Stoffwechsel dahinterstecken. Weiter kann auch eine genetische Veranlagung die Entstehung störender Fettdepots begünstigen.

Sicherheit und Verlässlichkeit bei der Arztwahl

Zertifizierte Ärzte und Kliniken für Fettabsaugen

Alle von myBody zertifizierten Ärzte und Kliniken sind ausgewiesene Spezialisten für ästhetisch-plastische Chirurgie und verfügen nachweislich über die notwendige Expertise. Patient*innen können bei ihnen auf Kompetenz und Erfahrung vertrauen.

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Was kostet Fettabsaugen?
Körperstelle Kosten

Bauch:

2.100 – 3.500 Euro

Bauch mit Hüfte:

2.900 - 5.500 Euro

Hüfte:

2.200 - 3.500 Euro

Oberschenkel:

1.800 - 2.900 Euro

Reiterhosen:

2.000 – 2.900 Euro

WAL-Liposuktion bei Lipödem:

4.000 – 8.000 Euro

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Eine Fettabsaugung kostet in Deutschland zwischen 1.800 und 5.500 Euro[3]. Diese große Preisspanne kommt zustande, weil die Kosten sehr stark von der Körperstelle und der abzusaugenden Menge an Fett abhängen. Für kleinere Zonen, wie Kinn oder Knie, könnnen geringere Kosten anfallen - auch weil sie oft gemeinsam mit anderen Körperstellen in einer Sitzung behandelt werden. Denn werden mehrere Regionen in einer OP abgesaugt, ist der Kombipreis, wegen dem geringeren Gesamtaufwand, meist günstiger, als vergleichsweise jede Region einzeln behandeln zu lassen.

Durchschnittlich liegt der Preis für eine Fettabsaugung in Deutschland derzeit bei 3.810 Euro (myBody GeKIS, Stand 1/2020)[4]. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein minimaler Preisanstieg zu bemerken - 2019 lag der Durchschnittspreis in Deutschland noch bei 3.740 Euro (myBody GeKIS, Stand 2/2019)[5]. Basis dieser Zahlen ist die myBody GeKIS-Studie, welche breits seit über 10 Jahren, umfassend und auf Grundlage von tatsächlich abgerechneten Behandlungen, Preise von Schönheitsoperationen erhebt.

Die Kosten für die wasserstrahl-assistierte Liposuktion (kurz WAL) sind mit denen der anderen Methoden zur Fettabsaugung vergleichbar. WAL ist eine Methode der Fettabsaugung, welche sich besonders für die Behandlung von Patienten mit Lipödem (Fettverteilungsstörung) eignet, da deren Lymphsystem durch die Krankheit bereits vorgeschädigt ist und die Methode als sehr schonend für das Gewebe gilt. Bei einem leicht bis mittelstark ausgeprägten Lipödem sind meist mindestens zwei Eingriffe nötig, um die betroffenen Bereiche komplett zu behandeln. Bei schwerer Ausprägung unter Umständen auch drei. Die Kosten für WAL ähneln generell den anderen Methoden zur Fettabsaugung, können, je nach Behandlungsaufwand, aber auch vergleichsweise höher sein. In der Regel belaufen sie sich auf 4.000 bis 8.000 Euro.

Detaillierte Preis- und Patientenbeispiele sowie die Kostenbestandteile bei einer Fettabsaugung finden Sie hier: Fettabsaugung - Kosten und Preisbeispiele.

Die Kosten für eine Fettabsaugung setzen sich aus einer Reihe an Bausteinen zusammen. Neben dem tatsächlichen Eingriff müssen auch Faktoren wie Beratung, Nachsorge, Klinikaufenthalt und Kompressionskleidung in den Gesamtpreis eingerechnet werden.

Grafik von Kostenbestandteilen Fettabsaugen

Was muss ich bei auffallend günstigen Fettabsaugungs-Angeboten beachten?

Angebote, die deutlich unter dem üblichen Preis liegen, sollten mit Vorsicht genossen werden. Möglicherweise gibt es versteckte Kosten für Voruntersuchungen, Klinikaufenthalt oder Kontrolltermine. Oftmals werden von sehr günstigen Einrichtungen ausreichende Aufklärung sowie eine umfassende Nachsorge nicht ernst genug genommen. Oft ist die individuelle Betreuung aufgrund der Masse an Patienten nicht möglich.

Wer eine Fettabsaugung erwägt, sollte sich intensiv vorbereiten. Dazu zählt, neben dem Preis auch die Reputation des Arztes und der Klinik nicht außer Acht zu lassen, Erfahrungsberichte zu lesen und sich schon vorab bestmöglich über den Eingriff zu informieren. Bei einer Entscheidung, die den eigenen Körper betrifft, sollte der Preis nicht das ausschlaggebende Kriterium sein. Fragen Sie bei Unsicherheiten im Beratungsgespräch konkret nach und lassen Sie sich erklären, wie sich der Preis zusammensetzt.

Wann zahlt die Krankenkasse das Fettabsaugen?

Da es sich um eine ästhetisch motivierte OP ohne medizinische Notwendigkeit handelt, ist eine Fettabsaugung grundsätzlich vom Patienten zu tragen. Diese Notwendigkeit ist bei starkem und gesundheitsgefährdenden Übergewicht zwar gegeben, doch Fettabsaugen ist keine Maßnahme gegen krankhaftes Übergewicht. In solchen Fällen werden von der Krankenkasse in der Regel eher eine Ernährungsberatung, eine Magenverkleinerung oder andere Magen-OPs bewilligt.

Anders sieht es bei der chronischen Fettverteilungsstörung Lipödem aus. Seit dem 1. Januar 2020 wird zumindest für das Lipödem im dritten Stadium die Fettabsaugung, an Armen und Beinen, Leistungsbestandteil der Krankenkassen. Um die Kassenleistung in Anspruch nehmen zu können, muss der Patient jedoch einige Bedingungen erfüllen. Zum einen muss sich das Lipödem im dritten Stadium befinden und der BMI des Patienten unter 35 liegen[6]. Zum anderen muss der Patient versucht haben, sein Lipödem mit konservativen Methoden, wie Lymphdrainage, Kompressionswäsche und Bewegungstherapie zu verbessern. Das Ganze über einen Zeitraum von sechs Monaten. Erst wenn diese Bedingungen erfüllt sind, besteht die Möglichkeit, dass die Fettabsaugung bei Lipödem Kassenleistung wird[7].

Bereits vor dieser Regelung gab es einige Gerichtsurteile, bei denen Patienten mit Lipödem, das laut Gutachten nicht konservativ - also mit nicht-operativen Methoden - therapiert werden konnte den Zuspruch bekamen, dass die Kostenübernahme von seiten der Krankenkasse erfolgen musste[8].

Kann ich meine Fettabsaugung in Raten bezahlen?

Einige Kliniken bieten ein eigenes Finanzierungsmodell an, das Patienten bei Wunsch in Anspruch nehmen können. Darüber hinaus gibt es eigenständige und mit Kliniken kooperierende Dienstleister, die sich auf die Finanzierung von Schönheits-Ops spezialisiert haben.

So ein Schönheitskredit könnte folgendermaßen aussehen: Bei einer Finanzierungssumme von 3.700 Euro - etwa bei Fettabsaugen an Bauch und Hüfte - und einer Laufzeit von 60 Monaten beträgt die monatliche Rate, bei einem Zinssatz von 4,15 Prozent, 66 Euro.

Weitere Beispiele und Finanzierungsmöglichkeiten können Sie unter Fettabsaugen - Finanzierung nachlesen.

Welcher Arzt kommt für Fettabsaugen infrage?

Für die Wahl des richtigen Arztes ist unter anderem die Spezialisierung im Bereich der Fettabsaugung sowie der Facharzttitel wichtig. Ärzte und Einrichtungen, die zusätzlich das myBody®-Qualitätssiegel tragen, erfüllen bestimmte Qualitätskriterien und verpflichten sich zur Einhaltung strenger Qualitätsstandards. Diese zertifizierten Ärzte und Einrichtungen sind im myBody®-Klinikfinder gelistet.

Spezialisten für Fettabsaugen ändern
Dr. med. Stephan Pfefferkorn

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Prof. Dr. med. Matthias Reichenberger

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Dr. med. Uwe Herrboldt
ab 2600 €
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Welche Methoden gibt es?

Um dem körpereigenen Fett zu Leibe zu Rücken kommen gleich mehrere Methoden in Frage. Beliebte Behandlungsbereiche sind vorallem die Oberschenkel, die Reiterhosen, das Gesäß und der Bauch. Sichtbare Ergebnisse kann die Fettabsaugung auch bei der Oberarmstraffung und der Entfernung des Doppelkins erzielen.

Fettabsaugen Zonen

In einer myBody-Umfrage[9] wollten wir von den myBody Leser*innen wissen, welche Breiche bei Fettabsaugung besonders beliebt sind. Und das Ergebnis ist eindeutig: Für 67 Prozent der über 1000 Teilnehmer*innen sind es Bauch und Hüfte. Für 22 Prozent Beine und Po. - Zum Umfrageergebnis.

Basic-Methode

Die älteste und gleichzeitig einfachste Form der Fettabsaugung ist die Basic-Methode, auch „trockene Methode“ genannt, die heute allerdings als veraltet gilt. Dabei wird das Fett mithilfe einer Vakuumpumpe abgesaugt. Da im Gegensatz zu anderen Verfahren zum Verdünnen des Fetts vor der Absaugung keine Flüssigkeit eingespritzt wird, wird dieses wortwörtlich „trocken“ abgesaugt. Die Folge können Verletzungen des Gewebes, stärkerer Blutverlust und unschöne Dellen sein.

Tumeszenzverfahren (TLA)

Weltweit hat sich das Tumeszenzverfahren, auch TLA oder Tumeszenz-Lokalanästhesie genannt, etabliert. Es ist die am häufigsten angewandte Methode im Bereich der Fettabsaugung.

Bei der TLA kommt die sogenannte Tumeszenzlösung zum Einsatz. Diese besteht aus isotonischer Kochsalzlösung, Adrenalin und einem lokalen Narkosemittel. Das Gemisch lockert das Binde- und Fettgewebe auf und ermöglicht dadurch einen schonenden und nahezu schmerzfreien Eingriff. Weiter schwellen die behandelten Körperzonen durch den erzeugten Druck an und die Gefäße verengen sich zusätzlich[10].

Nach einer kurzen Einwirkzeit, von etwa 30 Minuten, können die mit der Flüssigkeit vollgesaugten Fettzellen aus dem Bindegewebe gelöst und anschließend mit einer Kanüle abgesaugt werden. Das zuvor injizierte Adrenalin sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen und der Blutverlust während der Operation sehr gering gehalten wird.[10]

Supernass-Methode

Die Supernass-Methode funktioniert ähnlich wie das Tumeszenzverfahren, allerdings wird hier weniger Flüssigkeit und auch eine geringere Dosis an Betäubungsmitteln in das Fettgewebe eingebracht. Die Lösung, die in das Gewebe eingespritzt wird, steht im Verhältnis 1:1 zum abgesaugten Fett. Die Supernass-Methode findet daher in der Regel unter Vollnarkose statt.

Vibrationsassistierte Fettabsaugung (VAL)

Die vibrationsassistierte Fettabsaugung (VAL), auch Rütteltechnik genannt, ist eine Weiterentwicklung des Tumeszenzverfahrens. Nach dem Einbringen der Tumeszenzlösung und entsprechender Einwirkzeit, werden die Fettzellen nicht mit einer herkömmlichen, sondern mithilfe einer schwingenden und vibrierenden Kanüle aus dem Gewebe geschüttelt und abgesaugt.

Ultraschallgeschütze Fettabsaugung (UAL)

Die ultraschallgestützte Fettabsaugung (UAL) basiert im Wesentlichen auf dem klassischen Tumeszensverfahren.

Bei der Behandlung mit UAL werden Ultraschallsonden in das abzusaugende Areal eingeführt, die zum Platzen und Verflüssigen der Fettzellen führen. Weil das Gewebe stark erhitzt wird kann bei dieser Methode ein zusätzlicher Straffungseffekt erzielt werden.

Laserassistierte Fettabsaugung (LAL)

Eine Weiterentwicklung der ultraschallassistierten Fettabsaugung (UAL) ist die laserassistierte Liposuktion (LAL). Statt Ultraschallsonden werden hier Lasersonden in das zu behandelnde Areal eingeführt. Die Abgabe von Laserimpulsen verschiedener Wellenlängen verflüssigt die Fettzellen. Die LAL eignet sich besonders für feste Körperregionen wie dem Rückenareal.

Tumeszenzverfahren (TLA)

  • Tumeszenz = "diffuse Anschwellung"
  • Einbringen einer speziellen Flüssigkeit
  • Fettzellen quellen auf und Bindegewebe dehnt sich
  • zu entfernende Fettzellen werden mit einer feinen Kanüle abgesaugt

Wasserstrahl-assistierte Liposuktion (WAL)

  • Wasserstrahl wird über eine dünne, fächerförmige Kanüle abgegeben 
  • Wasserdruck löst Fettzellen vom übrigen Gewebe
  • kein Einbringen einer Tumeszenzlösung
  • zur Behandlung von Lipödemen und Eigenfettgewinnung geeignet

Wasserstrahl-assistierte Liposuktion (WAL)

Die wasserstrahl-assistierte Liposuktion (WAL) zählt zu den innovativsten Techniken der Fettabsaugung (Liposuktion) und wird vor allem bei größeren Fettmengen angewendet.

Für die Behandlung wird eine dünne Kanüle, über einen winzigen Zugang, unter die Haut eingeführt. Anschließend wird das Fettgewebe mithilfe eines hauchdünnen, fächerförmigen Wasserstrahls schonend vom übrigen Gewebe gelöst und anschließend abgesaugt.

Die wasserstrahl-assistierte Liposuktion wird unter lokaler Betäubung durchgeführt. Im Gegensatz zum Tumeszenzverfahren entfällt bei der wasserstrahl-assistierte Liposuktion das vorherige Aufweichen der Fettdepots mithilfe einer Tumeszenzlösung und somit auch das Aufschwemmen des Gewebes. Dadurch sind die ersten Ergebnisse schon während des Eingriffs sichtbar. Ein weiterer Vorteil der WAL ist, dass sie auch zur Eigenfettgewinnung geeignet ist, welches dann für weiter Einriffe im Bereich von Gesicht, Gesäß und Brust, etwa Brustvergrößerung oder Lippenaufspritzung, verwendet werden kann.

Wer kann sich einer Fettabsaugung unterziehen?

Grundsätzlich kommt jeder gesunde Mensch infrage, der unter hartnäckigen und diätresistenten Fettpolstern leidet. Die Fettabsaugung eignet sich auch bei der Behandlung von Lipödem (krankhaft veränderte Fettzellen).

Menschen, die unter starkem Übergewicht oder gar unter Fettleibigkeit leiden, kommen für eine Fettabsaugung nicht infrage. Hier wird das Einsetzen eines Magenballons empfohlen.

Wie viel Fett kann pro Sitzung abgesaugt werden?

Bei einer ambulanten Behandlung können in der Regel bis zu 3 Liter Fett abgesaugt werden. Wird das Fettabsaugen unter Vollnarkose durchgeführt, können maximal 5 Liter abgesaugt werden.

Was spricht für das Tumeszenzverfahren?

Diese Methode gilt als äußerst schonend und effektiv. Da der Eingriff in Lokalanästhesie durchgeführt wird, kann sich der Patient während des Eingriffs drehen und aufrichten, so dass der behandelnde Arzt das Fettabsaugen aus verschiedenen Perspektiven und an mehreren Stellen vornehmen kann.

Was spricht für die wasserstrahl-assistierte Liposuktion?

Da bei der wasserstrahl-assistierten Liposuktion (WAL) auf die sonst übliche Tumeszenzlösung, die zur Aufschwemmung des Gewebes führt, verzichtet wird, sind die Ergebnisse schon während des Eingriffs sichtbar. So können Unregelmäßigkeiten, Dellenbildungen oder Asymmetrien deutlich minimiert werden. Die WAL erfordert keine Vollnarkose.

Kommt das Fett nach dem Fettabsaugen wieder zurück?

Einmal entfernte Fettzellen können nicht mehr nachwachsen. Die noch verbliebenen Fettzellen können sich allerdings wieder auffüllen und größer werden. Für einen langfristigen Erfolg ist es wichtig Gewichtsschwankungen zu vermeiden.

Wussten Sie, dass die Anzahl der Fettzellen genetisch festgelegt ist? Lesen Sie ausführlich im Lifestyle-Magazin mabelle wie und warum wir Fett ansetzen.

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Welche Risiken können auftreten?

Fettabsaugen Risiken

Wie jede Operation bringt auch die Fettabsaugung Risiken mit sich. Unter Leitung eines erfahrenen Arztes und mit etablierten Methoden gilt das Fettabsaugen jedoch als weitgehendst risikoarm und sicher[11].

Häufig auftretende Begleiterscheinung nach dem Fettabsaugen sind Rötungen, Schwellungen oder Blutergüsse, die vorübergehend sind und nach einigen Tagen wieder abklingen. Schwerwiegende Komplikationen, die allerdings nur selten auftreten, können Fettembolie, bei der Fettanteile in den Blutkreislauf gelangen oder Fettgewebsnekrose, bei der Gewebe abstirbt, sein[11].

Noch mehr Informationen zu möglichen Komplikationen bei Fettabsaugung finden Sie unter Fettabsaugen - Komplikationen und Risiken.

Bleiben dauerhafte Narben zurück?

Während der Fettabsaugung gibt es lediglich kleine, maximal 3 - 4 Millimeter lange Einstiche, die der erfahrene Chirurg möglichst versteckt, meist in die Hautfalte legt. In der Regel bleiben keine auffälligen Narben zurück.

Ist eine Vollnarkose nötig? Wann kommt eine örtliche Betäubung infrage?

Bei Fettabsaugen werden kleinere Fettpolster ambulant und in Lokalanästhesie durchgeführt. Werden größere Mengen und mehrere Areale gleichzeitig abgesaugt, kommt eine Vollnarkose zum Einsatz. Dennoch ist die Absaugmenge bei jedem Eingriff begrenzt.

Wie schmerzhaft ist eine Fettabsaugung?

Patienten, die sich einer Fettabsaugung unterzogen haben, beschreiben den Schmerz oft mit einem Muskelkater oder einem Spannungsschmerz. In der Regel dauern die stärksten Schmerzen 5 - 10 Tage an.

Die Schmerzstärke ist auch von der von der Größe der abgesaugten Fläche und der Absaugmenge abhängig.

Was ist wichtig vor und nach dem Fettabsaugen?

Zur Vorbereitung auf den bevorstehenden Eingriff sollten Raucher auf übermäßigen Nikotinkonsum verzichten, um die Wundheilung nicht zu stören. Auch Blutgerinnungsmittel wie Aspirin oder andere Schmerzmedikamente sollten einige Tage vor dem Fettabsaugen nicht eingenommen werden[12].

Nach der OP ist es wichtig, viel zu trinken und sich moderat zu bewegen, damit die Tumeszenzlösung (sofern verwendet) ideal ablaufen kann. Ein speziell angepasstes Kompressionsmieder sorgt nach der OP für Stabilität und optimale optische Ergebnisse. Nach ein bis zwei Wochen kann die abgesaugte Stelle regelmäßig leicht massiert werden – von Ihnen zu Hause oder bei einer professionellen Lymphdrainage. So gehen die Schwellungen schneller zurück und Flüssigkeitsansammlungen lösen sich auf.

Mehr dazu erfahren Sie unter Fettabsaugen - Vorbereitung und Nachsorge.

Frau bekommt eine Lymphdrainage am Oberschenkel

So geht es nach der Fettabsaugung weiter

  • Kompressionsmieder / Miederhose für mindestens 4 Wochen
  • Arbeitsfähig nach 1 - 5 Tagen, je nach Körperstelle und Anzahl der abgesaugten Zonen
  • Optional Lymphdrainagen nach ca. zwei Wochen zur optimalen Verheilung 
  • Leichter Sport nach circa 4 Wochen
  • Sauna-Besuche frühestens nach 6 Wochen
  • Hautpflege mit feuchtigkeitshaltigen Cremes zur Unterstützung der Rückbildung der Haut (beim Arzt nach Empfehlungen fragen)

Warum ist eine Beratung im Vorfeld so wichtig?

Fettabsaugen Beratung

Das Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt legt den Grundstein für eine erfolgreiche Behandlung und ein zufriedenstellendes Ergebnis. Im Beratungsgespräch klärt der behandelnde Arzt umfassend und fachkundig über Methoden, Möglichkeiten, Kosten und Risiken der Behandlung auf. Zusätzlich werden alle bedeutsamen Informationen zur gesundheitlichen Verfassung, Krankengeschichte und gegebenenfalls zu bestehenden Dispositionen, wie zum Beispiel Allergien, erfragt und erfasst. Gezeigte Vorher-Nacher-Bilder geben einen Einblick in die Arbeitsweise des behandelden Arztes und ermöglichen eine realistische Erwartungshaltung des Patienten.

Worauf es bei einem Beratungsgespräch noch ankommt, erklärt Dr. Frank Rösken im Experteninterview.

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Fettabsaugen in Zahlen

1921 soll der Franzose Charles Dujarrier die ersten Versuche im Bereich der Fettabsaugung unternommen haben.

1977 hatte Yvves-Gerad Illouz erstmals Erfolg mit dem Einbringen großer Flüssigkeitsmengen und dem Absaugen mit Hilfe von stumpfen Kanülen.

1.573.680 Fettabsaugungen wurden 2017 weltweit durchgeführt.

19-25 sollte der BMI (Body-Mass-Index) betragen, damit eine Fettabsaugung optimal greift.

7 % mehr Fettabsaugungen haben 2017 weltweit stattgefunden als noch 2016.

3-8 mm Durchmesser hat eine herkömmliche Kanüle zum Fettabsaugen.

90 % aller plastischen Chirurgen führen Fettabsaugungen durch.

91,6 % der Patienten sind laut einer amerikanischen Studie mit dem Ergebnis nach der Fettabsaugung zufrieden.

Fettabsaugen in "medizinisch"

Adipositas: Hierbei handelt es sich um eine Ernährungs- und Stoffwechselkrankheit mit starkem Übergewicht. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt eine Adipositas ab einem Körpermassindex (BMI) von 30 kg/m² vor.

Endermologische Massage: (griech.: „auf der Haut“) ist ein Verfahren zur Förderung der Wundheilung, des Lymphflusses sowie zur Verbesserung der Durchblutung und führt zudem zu einer deutlichen Optimierung des Ergebnisses.

Kompressionsmieder: Kompressionswäsche ist ein wichtiges, postoperatives Hilfsmittel nach einem chirurgischen Eingriff. Kompressionsmieder wirken sich bei konsequenter Verwendung positiv auf das Endergebnis aus.

Liposuktion: Von „lipos“ (griech.: Fett) und suctio (lat.: saugen, absaugen). Liposuktion ist ein medizinischer Begriff, der alle fachärztlichen Behandlungen zur Entfernung von Fettgewebe beschreibt.

Lipödem: Ein Lipödem beschreibt eine krankhafte Fettverteilungsstörung. Dabei handelt es sich um eine erhöhte Anzahl an krankhaft veränderten Fettzellen, die mit Schwellungen und Einlagerung von Flüssigkeit einhergeht.

Lymphdrainage: Ist ein Mittel gegen Ansammlungen von Gefäßflüssigkeit und dient der Entstauungstherapie, wenn sich beispielsweise Lymphflüssigkeit nach einer Operation im Gewebe staut.

Tumeszenz: Von „tumescere“ (lat.: anschwellen). Unter Tumeszenz versteht man das Anschwellen von Geweben bzw. Körperorganen.

Quellennachweis

1. Statistik der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) 2018/2019: www.dgaepc.de/wp-content/uploads/2019/11/dgaepc_statistik-2019.pdf (abgerufen am 03.04.2020)
2. Statistik der International Society of Plastic Surgery (ISAPS) 2018: www.isaps.org/wp-content/uploads/2019/12/ISAPS-Global-Survey-Results-2018-new.pdf (abgerufen am 03.04.2020)
3. myBody Klinikfinder: www.mybody.de/fettabsaugen-suchergebnis.html (abgerufen am 02.04.2020)
4. Gesamtkostenindex Schönheitsoperationen (GeKIS) 1/2020: www.mybody.de/gekis.html (abgerufen am 04.04.2020). 5. Gesamtkostenindex Schönheitsoperationen (GeKIS )2/2019: www.mybody.de/gekis-2-19-preisindex-gestiegen.html (abgerufen am 04.04.2020)
6. Lipödemportal.de: www.lipoedemportal.de/aktuelle-informationen-lipoedem.htm (abgerufen am 02.04.2020)
7. myBody News, 07. Januar 2020: "Die Krankenkasse zahlt jetzt Fettabsaugungen bei Lipödem – mit diesen Einschränkungen", unter www.mybody.de/mybody-schoenheit-news/artikel/krankenkasse-zahlt-fettabsaugung-bei-lipoedem-2020010701.html (abgerufen am 09.04.2020)
8. mabelle Ausgabe 3/18: Wenn Fettzellen krankhaft wuchern, Artikel S. 58
9. myBody-Umfrage "Ciao Problemzonen: Was denken Sie sind die beliebtesten Bereiche bei Fettabsaugen?“ April/Mai/Juni 2020: www.mybody.de/umfrage-was-denken-sie-sind-die-beliebtesten-bereiche-bei-fettabsaugung.html (abgerufen am 30.06.2020)
10. Sommer Boris, Sattler Gerhard und C.W. Hanke: Tumeszenz-Lokalanästhesie: Praktische Anwendung. (Springer-Verlag, 1999)
11. Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen: www.dgpraec.de/patienten/op-infos/fettabsaugung/ (abgerufen am 03.04.2020)
12. Patientenratgeber zur Fettabsaugung (Liposuktion) der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie: www.dgaepc.de/wp-content/uploads/2015/04/Fettabsaugung.pdf (abgerufen am 03.04.2020)

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